"Territorium als oikologisches Thema"
Unter einem realen Territorium wird gemeinhin ein Raum verstanden, der als ein umgrenzter angeeignet ist und sowohl imaginativen als auch realen Machtfaktoren unterstellt wird. Der Kurs knüpft hier an, stellt aber die personalen Dispositionen in den Vordergrund, die dem Territorialen seine Gestalt verleihen und rückwirkend selber teritorial fungieren. Dabei wird an Foucault und vor allem an Deleuze anzuschließen sein, wobei die gesamte Betrachtung in einen oikologischen Kontext gestellt werden soll, der soziale und politische Aspekte in die Thematik der Leibkörperlichkeit einordnet. In diesem Rahmen wird das Verhältnis des Territoriums zur Sesshaftigkeit, zur Erde und zur Umwelt als ‚Milieu’ zu behandeln und, insbesondere mit Verweis auf Deleuze, zu untersuchen sein, inwiefern territoriales Erleben rhythmisch geprägt ist und was hier stabilisierende Wiederholung des Rhythmischen besagt und welche Folgen dies hat. Die entscheidenden Fragen betreffen sodann die Tendenz zur Verabsolutierung, der die territoriale Rhythmik unterliegt, und die Rolle von Brüchen, die diese Tendenz sprengen. Schließlich wird der Blick auf ein territoriales Erleben zu richten sein, das sich in Utopien eines gelingenden Territoriums dem ganz Anderen zu ihm öffnet.
Poslední úprava: Vinterová Lenka, Mgr. (31.07.2025)
"Territory as an Oikological Topic"
A real territory is generally understood to be a space that is appropriated as a delimited one and is subject to both imaginative and real power factors. The course builds on this, but fo-cuses on the personal dispositions that give the territorial its shape and retroactively func-tion territorially themselves. Foucault and, above all, Deleuze will be referred to, whereby the entire consideration will be placed in an oikological context that integrates social and political aspects into the theme of corporeality. Within this framework, the relationship of the territory to sedentarization, to the earth and to the environment as a ‘milieu’ will be dealt with and, with reference to Deleuze in particular, the extent to which territorial expe-rience is rhythmically shaped and what stabilizing repetition of the rhythmic means here and what consequences this has. The decisive questions then concern the tendency towards absolutization to which territorial rhythms are subject and the role of fractures that break this tendency. Finally, the focus will be on a territorial experience that opens up to com-pletely otherness and is outlined in utopias of a successful territory.
Poslední úprava: Vinterová Lenka, Mgr. (31.07.2025)
"Territorium als oikologisches Thema"
Unter einem realen Territorium wird gemeinhin ein Raum verstanden, der als ein umgrenzter angeeignet ist und sowohl imaginativen als auch realen Machtfaktoren unterstellt wird. Der Kurs knüpft hier an, stellt aber die personalen Dispositionen in den Vordergrund, die dem Territorialen seine Gestalt verleihen und rückwirkend selber teritorial fungieren. Dabei wird an Foucault und vor allem an Deleuze anzuschließen sein, wobei die gesamte Betrachtung in einen oikologischen Kontext gestellt werden soll, der soziale und politische Aspekte in die Thematik der Leibkörperlichkeit einordnet. In diesem Rahmen wird das Verhältnis des Territoriums zur Sesshaftigkeit, zur Erde und zur Umwelt als ‚Milieu’ zu behandeln und, insbesondere mit Verweis auf Deleuze, zu untersuchen sein, inwiefern territoriales Erleben rhythmisch geprägt ist und was hier stabilisierende Wiederholung des Rhythmischen besagt und welche Folgen dies hat. Die entscheidenden Fragen betreffen sodann die Tendenz zur Verabsolutierung, der die territoriale Rhythmik unterliegt, und die Rolle von Brüchen, die diese Tendenz sprengen. Schließlich wird der Blick auf ein territoriales Erleben zu richten sein, das sich in Utopien eines gelingenden Territoriums dem ganz Anderen zu ihm öffnet.
Poslední úprava: Vinterová Lenka, Mgr. (31.07.2025)