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Předmět, akademický rok 2025/2026
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Berichte vom Krieg und ihre Stilistik - ADE511089
Anglický název: Reports from the war and their stylistics
Zajišťuje: Ústav germánských a severských studií (21-UGS)
Fakulta: Filozofická fakulta
Platnost: od 2025
Semestr: letní
Body: 4
E-Kredity: 4
Způsob provedení zkoušky: letní s.:
Rozsah, examinace: letní s.:0/2, Z [HT]
Počet míst: neurčen / neomezen (20)
Minimální obsazenost: neomezen
4EU+: ne
Virtuální mobilita / počet míst pro virtuální mobilitu: ne
Kompetence:  
Stav předmětu: vyučován
Jazyk výuky: němčina
Způsob výuky: prezenční
Úroveň:  
Garant: doc. Martin Maurach, Dr. phil.
Vyučující: doc. Martin Maurach, Dr. phil.
Třída: A - Mezioborová nabídka VP: Lingvistika
Exchange - 09.3 Linguistics
Anotace -
Wie in meinem Seminar über die „Sprache des Krieges“ vom Wintersemester 2023/24 sollen auch hier unter sprachanalytischen und stilistischen Gesichtspunkten aktuellere und ältere Beispiele für das Schreiben vom Krieg untersucht werden. Eine wichtige Frage ist auch, ob sich über die Zeit hinweg stilistische Unterschiede feststellen lassen, und wenn ja, welche. Daher werden einige Medienberichte von 2022/23 durch neuere ergänzt, teils auch ersetzt werden. Darüber hinaus sollen einige ältere, auch literarische Texte einbezogen werden. Es geht also nicht nur um Äußerungen zu den aktuell im Gange befindlichen Konflikten, und die Textauswahl ist auch nicht politisch motiviert. Sie orientiert sich also nicht daran, als wie konsensfähig, ‚links‘ oder ‚rechts‘ man inhaltliche Positionen einschätzen mag, sondern an möglichen thematisch-semantischen, rhetorischen, pragmatischen, historischen, gattungsspezifischen und stilistischen Fragen.
Eine Auswahl davon könnte lauten: In welchen Textsorten und Mediengattungen kommt überhaupt der Krieg vor? Wie werden Akteure, Ereignisse, Hintergründe, Motive, Zukunftsperspektiven u.a. benannt? Gibt es medienspezifische Unterschiede im Stil der Berichte und Kommentare? Wie unterscheiden sich literarisch-fiktionale von nicht-fiktionalen Darstellungen? Welche Rolle spielen mutmaßliche Adressaten des jeweiligen Textes? Wird Partei ergriffen, und wenn ja, mit welchen Mitteln und Strategien? Welche Geschichte haben diese rhetorischen Mittel (Euphemismen, Metaphern usw.)? Was ist als ‚Propaganda‘ zu identifizieren und mit welchen Gründen? Wie werden Ausführungen zum Krieg in bestehende Diskurse integriert? Welche Rolle spielt der journalistische Aktualitätsdruck?
Teilnehmer/innen können auch eigene Themen bzw. Aspekte vorschlagen. Die vorgeschlagenen Texte werden hauptsächlich über SIS zugänglich gemacht.
Poslední úprava: Maurach Martin, doc., Dr. phil. (26.01.2026)
Podmínky zakončení předmětu - němčina

Ein erfolgreicher Abschluss des Seminars setzt die Anwesenheit während 80 % der Seminarzeit voraus und die aktive Teilnahme an der Seminardiskussion auch unabhängig vom gewählten eigenen Thema. Als eigener Beitrag wird ein ca. 20minütiger Vortrag mit Präsentation zu einem selbst gewählten und mit dem Dozenten abgesprochenen Thema erwartet, dazu bis zum Ende der Vorlesungszeit / Beginn der Prüfungszeit eine etwa fünfseitige (5 Standardseiten) Zusammenfassung des vorgetragenen Textes und ggf. der Diskussion.

In order to successfully graduate from this class it is required to be present during at least 80% of the class's time and to actively participate in the discussion in class, not only when debating the subject you have chosen for your own presentation. As your proper contribution, it is expected a paper presented in a talk of about 20 minutes length about a subject chosen for yourself and agreed upon with the teacher, as well until the end of the term / beginning of the period of examinations a summary of about 5 standard pages length of the presentation and, if applicable, of the discussion of the subject in the seminary group.

Poslední úprava: Maurach Martin, doc., Dr. phil. (26.01.2026)
Literatura - němčina

Becker, Jörg: Bibliographie zum Thema "Krieg und Medien", in:  Albrecht, Ulrich (Hrsg.): Medien zwischen Krieg und Frieden, Baden-Baden: Nomos 2002, S. 267-279 

Bohlen, Andreas: Die sanfte Offensive. Untersuchungen zur Verwendung politischer Euphemismen in britischen und amerikanischen Printmedien bei der Berichterstattung über den Golfkrieg im Spannungsfeld zwischen Verwendung und Mißbrauch der Sprache, Frankfurt am Main: Lang 1994

Brüggemann, Michael: Medien im Krieg. Das Verhältnis von Medien und Politik im Zeitalter transnationaler Konfliktkommunikation, in: Frank Marcinkowski, Barbara Pfetsch (Hrsg.): Politik in der Mediendemokratie, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2009, S. 635-657

Büttner, Christian (Hrsg.): Der Krieg in den Medien. [Beiträge im Zusammenhang mit zwei Konferenzen: "Demokratie, Krieg und Medien" (Berlin) am 3. Mai 2002 und "Krieg und seine Darstellungen in den Medien" (Berlin) am 8. September 2003], Frankfurt/Main etc.: Campus 2004

Filk, Christian: Im Bann der Live-Bilder. Krisenkommunikation, Kriegsberichterstattung und Mediensprache im Informationszeitalter; Studien nach dem Ende der Ost/West-Konfrontation, Siegen: universi, Univ.-Verl. 2006

Gansel, Carsten: Kriegsdiskurse in Literatur und Medien nach 1989, Autor*in:  Göttingen: V&R unipress 2011

Imhof, Kurt (Hrsg.) Medien und Krieg - Krieg in den Medien, Zürich: Seismo 1995

 Kapust, Antje: Der Krieg und der Ausfall der Sprache, München: Fink 2004 

Liedtke, Frank u.a. (Hrsg.): Begriffe besetzen. Strategien des Sprachgebrauchs in der Politik. [= Ergebnisse der 2. Arbeitstagung der AG "Sprache in der Politik", Düsseldorf 8. bis 10. November 1989], Opladen: Westdeutscher Verlag 1991

 Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (Hrsg.): Gute Medien - böser Krieg? Medien am schmalen Grat zwischen Cheerleadern des Militärs und Friedensjournalismus, Wien: LIT-Verl. 2007 

Preußer, Heinz-Peter: Krieg in den Medien,  Amsterdam [u.a.]: Rodopi 2005

 Wengeler, Martin: Die Sprache der Aufrüstung. Zur Geschichte der Rüstungsdiskussionen nach 1945, Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 1992

Poslední úprava: Maurach Martin, doc., Dr. phil. (26.01.2026)
 
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