Das Erotische in der Kulturgeschichte der Moderne - ADE110192
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Annotation
In der Behandlung des Erotischen besteht ein sehr signifikanter Unterschied zwischen dem bürgerlichen 19. Jahrhundert (etwa 1815-1890) und der Epoche der Moderne (1890-1940). Ziel des geplanten Seminars ist es der veränderten Umgangsweise in verschiedenen kulturellen Sphären der Moderne nachzufragen. Hierbei sollen neben kanonischen Werken und Texten besonders auch Tendenzen der trivialen, populären Alltags- und Massenkultur untersucht werden. In Frage kommt also ein sehr breites Spektrum von (populären) Werken, öffentlichen Einrichtungen, wissenschaftlichen Theorien, Einzelpersönlichkeiten, kulturellen Strömungen, Erscheinungen und Praktiken des Alltagslebens. Konkret könnten zum Gegenstand unserer Untersuchung somit werden: die Bilder Gustav Klimts und Egon Schieles, Freuds Psychoanalyse, Persönlichkeiten wie Coco Chanel und Mata Hari, neue Veranstaltungsorte wie das Kabarett oder die Music Hall, die Dramen Frank Wedekinds und Arnold Schnitzlers, Erotik und Werbung (bei Alfons Mucha z.B.), populäre Lieder der Zeit, etwa die der Comedian Harmonists, Modefragen, Liebesbriefe der Zeit, Erotica, der frühe Film, Aspekte der Frauenemanzipation, die Liebesauffassung der Neuen Sachlichkeit, aber auch Gegenströmungen, die frauenfeindliche Philosophie Otto Weinigers oder die Nutzung und Unterdrückung von Erotik im Nationalsozialismus. Aus dem angedeuteten weiten Spektrum soll eine beschränkte Anzahl von Untersuchungsgegenständen auch mit Rücksicht auf die Interessen der Kursteilnehmer ausgesucht werden, die teils gemeinsam vorbereitet und diskutiert, teils in Referaten vorgestellt werden sollen. Poslední úprava: Charvát Filip, doc., M.A. (05.02.2026)
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Aktive Teilnahme. Bereitschaft zur Übernahme eines Referats mit Handout. Poslední úprava: Charvát Filip, doc., M.A. (05.02.2026)
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