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České reformní proudy 14. století a devotio moderna

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Název:
České reformní proudy 14. století a devotio moderna
Název v angličtině:
The Bohemian Reform Currents of the 14th Cent. And the Devotio Moderna
Typ:
Disertační práce
Autor:
Mgr. Jakub Smrčka
Školitel:
prof. ThDr. Jan Blahoslav Lášek
Oponenti:
Doc.PhDr. Vilém Herold, CSc.
doc. JUDr. Jiří Kejř, DrSc.
Id práce:
57433
Fakulta:
Husitská teologická fakulta (HTF)
Pracoviště:
HTF - Katedra historické teologie a církevních dějin (28-04)
Program studia:
Teologie (P6141)
Obor studia:
Husitská teologie (HTD)
Přidělovaný titul:
Th.D.
Datum obhajoby:
18. 9. 2008
Výsledek obhajoby:
Prospěl/a
Jazyk práce:
Čeština
Abstrakt:
Jakub Smrčka České reformní proudy 14. století a devotio moderna The Bohemian Reform Currents of the 14th Cent. and the Devotio Moderna Období konce středověku je v českých zemích spojeno s mnoha změnami ve vývoji církevní správy, společenského uspořádání, kultury a vzdělání. Období vzestupu Českého království od poloviny 13. stol. umožnilo konsolidaci církevní organizace a její farní sítě a vedle toho také rozvoj ekonomické sociální struktury městského prostředí a vznik patriciátu jako sebevědomé a konkurenceschopné společenské skupiny. Spolu s vývojem vnějších struktur je patrná i změna struktur duchovních, tedy posuny v myšlení, v křesťanské sebereflexi a vnímání skutečnosti světa. Začíná se formovat vědomí národní. Zvláště v městském prostředí se objevuje u laiků vědomí odpovědnosti za svůj náboženský život. Typickým a specifickým projevem evropské nové zbožnosti a raného humanismu je nizozemské hnutí devotio moderna.
Abstract v angličtině:
České reformní proudy 14. století a devotio moderna Die böhmischen Reformströmungen des 14. Jahrhunderts und die Devotio moderna Devotio moderna bezeichnt die religiöse Gesinnung und Bemühung, die an bewusste individuelle Reflexion der Religionserfahrng mit praktischen Folgen gerichtet ist. Der Begriff devotio moderna wird im Rückblick durch die niederländische Bewegung dieses Namens, die zum konkreten theologischen und praktischen Begriffsinhalt beitrug, bestimmt. Aus ihn ergibt sich die allgemeine Begriffsabmessung als bewusste Glaubensreflexion des Einzelnen, Individualismus des innhaftigen Glaubenserlebnis und innere Erneuerung des Menschen, die als der Weg von Nachfolge Christi bezogen zum Ideal der apostolichen Urkirche verstanden werden. Die niederländische Devotio moderna war durch Wirkung Geert Grotes und der Generation seiner Nachgfolger, vor allem der Florens Radewijns, entstanden als eine aus der patristischen und mystisch- theologischen Überlieferung im Geiste des (Neu-)Augustinimus und der Neuen Frömigkeit schöpfende Bewegung. Ihre direkte Abhängigkeit auf irgeneiner Form von einer böhmischen Devotio moderna lässt sich nicht beweisen und ist auch nicht vorauszusetzen. Die böhmische und niederländische Devotio moderna weist Paralellen und Ähnlichkeiten aus, die sich erklären lassen durch das Ausnützen der gleichen Quellen und die Rezeption der (Neu-)Augustinismus im Blickfeld der Neuen Frömmigkeit. Weiter gibt es jedoch auch einige wesentliche Unterschiede, wie das typische Thema der böhmischen Reformation in der Frage von häufigen Kommunionsempfang. Kritik des Begriffs „Frühhumanismus”, wie er von Eduard Winter hervogehoben wurde, zeigte den weiteren Präzisierungsbedarf. Der Frühhumanismus weicht von dem italienischen humanismus in der Frage der Rezeption der Antikvorbilder ab. Im religiösen Ausdruck ist er von der Bewegung der Neuen Frömmigkeit getragen, die bei Vielfalt ihrer Äusserungen mehrere Gemeinmerkmale aufweist, wie etwa der des Rücktritts zum apostolischen Urgemeindeideal, der im Bereich des persönlichen individuellen verantwortlichen Glaubenserlebens verstanden ist. Die Haltung der individuellen Stellung und Beziehung zum verinnerlich erlebten christlichen Glaubensinalt wird als devotio bezeichnet. Sie knüpft nicht an die monastiche Spiritualitätsformen und verlässt die statische Religiosität der spektakulären Kultausdrücke, die spirituelle Spekulation der Mystik und theologische Spekulation der Scholastik, betont die innige religiöse Erfahrung, d. h. die des Christus, und Individualitätsverwandlung in ihm. Die böhmische devotio moderna stellt eine Gesamtbezeichnung differenzierter, wobei auch in einigen Aspekten gemeinsam verbudnenen Ausdrücke der Gedank- und Reformströmungen des 14. Jhds. dar. Der Begriff von devotio moderna bohemica ist im Sinne „verschiedene Ausdrücke der devotio moderna im Böhmen” zu verstehen, indem die etwa engere Kategorie der niederländischen Bewegung wird im Sinne „der spezifische niederländische Phänomen der devotio moderna.” Die Erscheinung der böhmischen devotio moderna lässt sich in Zeitabschnitte der 1. und der 2. Hälfte des 14. Jhds. In die erste Hälfte des 14. Jhds. gehört vornehmlich das eigenständige Werk der monastischen Devotio moderna Malogranatum (ca 1335-1340) vorausgeahnt von Postillen Petrus von Zittau und Heirich von Warnsdorf. In der zweite Hälfte des 14. Jhds. gehören zur Devotio-moderna-Erscheinungen zwei Hauptgruppen: die erste ist devotio moderna der „sozialen Elitätsschichte”, wozu der Kurialreformismus (Johann IV. von Draschitz, Ernest von Pardubitz), der Ordensaugustinianismus (Raudnitzer Kongregoation der Augustiner-Chorherren) und der elitäre Protohumanismus (Kreis des Johann von Neumarkt) zuzuordnen sind; die zweite Gruppe ist der Reformkreis des Konrad von Waldhausen und Milíč von Kremsier, woraus die charitative Devotio modera des Milíč’s „Nový Jeruzalém” und der Thomas von Štítné als der wahre devotus modernus bohemicus mit seinem Konzept des vernakulären religiösen Laienerziehung. Aus einem anderen Blickwinkel kann man die böhmische Devotio moderna in die durch ihr geprägte monastische Spiritualität (Malogranatum, die Augustiner), die Laienbewegung („Nový Jeruzalém”, Thomas von Štítný) und der elitäre (Kurial- oder Kanzlei-)Reformismus einteilen. Der Begriff „böhmische devotio moderna” als Bezeichnung von differenzierter Erscheinungen des Gedankeneinflusses der Neuen Frömmigkeit erfasst das böhmische Reformdenken in Völligkeit seiner Motive. Sie jedoch umfasst sowohl den spezifischen böhmischen Beitrag zur europäischen Neuen Frömmigkeit – Malogranatum – und die einheimische Erscheinung der Devotio-moderna-Gesinnung bei Thomas von Štítné, wie auch den böhmischen Widerhall des Augustinismus und der Neuen Frömmigkeit innerhalb der Geistes-, Kultur- und Gendankenströmungen des 14. Jahrhunderts. 2
Dokumenty
Stáhnout Dokument Autor Typ Velikost
Stáhnout Text práce Mgr. Jakub Smrčka 1.06 MB
Stáhnout Abstrakt v českém jazyce Mgr. Jakub Smrčka 34 kB
Stáhnout Abstrakt anglicky Mgr. Jakub Smrčka 66 kB
Stáhnout Autoreferát / teze disertační práce Mgr. Jakub Smrčka 336 kB
Stáhnout Posudek oponenta Doc.PhDr. Vilém Herold, CSc. 33 kB
Stáhnout Posudek oponenta doc. JUDr. Jiří Kejř, DrSc. 208 kB
Stáhnout Záznam o průběhu obhajoby doc. PhDr. Bedřich Nosek, CSc. 78 kB