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Vývoj migrační a integrační politiky v SRN po roce 1945: příklad spolkové země Berlín

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Název:
Vývoj migrační a integrační politiky v SRN po roce 1945: příklad spolkové země Berlín
Název v angličtině:
Development of migration and integration policy in the Federal Republic of Germany after 1945: example of the federal state of Berlin
Typ:
Diplomová práce
Autor:
Bc. Klára Laudátová
Vedoucí:
PhDr. Miroslav Kunštát, Ph.D.
Oponent:
prof. PhDr. Jiří Pešek, CSc.
Id práce:
50466
Fakulta:
Fakulta sociálních věd (FSV)
Pracoviště:
Katedra německých a rakouských studií (23-KNRS)
Program studia:
Mezinárodní teritoriální studia (N6702)
Obor studia:
Německá a rakouská studia (NRS)
Přidělovaný titul:
Mgr.
Datum obhajoby:
26. 6. 2008
Výsledek obhajoby:
Dobře
Jazyk práce:
Čeština
Abstrakt:
Téma mé diplomové práce zní „Vývoj migrační a integrační politiky ve Spolkové republice Německo po roce 1945: příklad spolkové země Berlín.“ Cílem práce je zmapovat a zanalyzovat, jak již vyplývá z názvu, vývoj migrační a integrační politiky ve Spolkové republice v druhé polovině 20. století. Práce se pak v praktické oblasti zaměřuje na situaci v Berlíně. Snaha o integraci cizinců nebyla v Německu v minulosti příliš úspěšná. Nabízí se tedy otázky: Do jaké míry Spolková republika nabízí cizincům možnosti a šance na začlenění do společnosti? Jaké jsou integrační koncepty spolkové vlády? Jak probíhá integrace v praktické oblasti na zemské úrovni v Berlíně a do jaké míry jsou integrační opatření účinná?
Abstract v angličtině:
In der vorliegenden Arbeit habe ich mich mit dem Thema Einwanderung und Integration von Ausländem in der Bundesrepublik Deutschland, bzw. in Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt. Die Geschichte der Einwanderung nach Deutschland hat insbesondere mit der Anwerbung ausländischer Arbeitnehmer seit Mitte der 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts begonnen. Diese sogennanten „Gastarbeiter“, so lautete ihre nichtamtliche Bezeichnung, haben zur Veränderung Deutschlands vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland beigetragen und stellen eine Herausforderung hinsichtlich ihrer Integration dar. Diese Phase der Migration hatte in ihrem Umfang weitgehende Auswirkungen für die strukturellen Veränderungen Deutschlands. Als Folge des Arbeitskräftemangels wurden ab Mitte der 50er Jahren ausländische Arbeitnehmer angeworben. Der Bedarf der Arbeitskräfte hängt mit der wirtschaftlichen Konjunktur der 50er Jahren in der Bundesrepublik zusammen. Um das wirtschaftliche Wachstum zu erhalten, wurde im Jahre 1955 das erste Anwerbeabkommen mit Italien abgeschlossen. Zwischen 1955 und 1968 folgten ähnliche Abkommen mit Griechenland, Spanien, der Türkei, Marokko, Portugal und Jugoslawien. Die Fortsetzung der Anwerbung wurde gerade nach 1961 verstärkt, weil durch den Bau der „Mauer“ der Zustrom von Flüchlingen aus der DDR ausblieb, so mussten diese „Lücken“ gefüllt werden. Nach Aussagen der Politiker hatte die Ausländerbeschäftigung vor allem positive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Als einer der positiven Aspekte wurden die „Gastarbeiter“ als „mobile Reservearmee“ bezeichnet, die in der Zeit einer wirtschaftlichen Krise wieder nach Hause geschickt werden konnten. Mit der Ölkrise von 1973 und der damit nachlassenden Wirtschaftssituation wurde der Anwerbestopp für den weiteren Zustrom von ,Gastarbeitern‘ aus Nicht-EG- Länder verhängt. Die Bundesregierung erhoffte sich davon einen Rückgang der Ausländerbeschäftigung, denn sie ging davon aus, dass sich die ausländischen Arbeitnehmer in ihre Heimat zurückkehrten. Und tatsächlich sank zunächst die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen zwischen 1973 und 1979 von 2,6 auf 1,8 Millionen. Aber die Anzahl der in Deutschland wohnenden Ausländer nahm ab 1979 deutlich zu, also das Kalkül des Anwerbestopps ist nicht aufgegangen. Immer mehr Ausländer wollten auf Dauer in Deutschland bleiben und dafür spricht auch die Tatsache, dass sie ihre Familien nachholten. In den nächsten Jahren haben sich die Bundesregierungen bemüht, die Zahlen der Ausländer in Deutschland zu senken. Die Maßnahmen zielten vor allem darauf, die Ausländer zur Rückkehr in ihre Heimat zu bewegen. Über die Integration der bereits im Lande lebenden Ausländer wurde zwar in den 70er Jahren gesprochen, aber die Stellungnahme der Bundesregierung war eher widersprüchlich. Die Vorstellung auf welcher Basis sie integriert werden sollten, blieb bis Anfang der 90er Jahre unklar. Auch die gesetzlichen Regelungen, wie das Ausländerrecht und Staatsangehörigkeitsrecht, boten keine dauerhafte Perspektive für die Integration der in Deutschland seit langem lebenden Ausländern. Die politischen Repräsentanten waren davon überzeugt, dass dieses Problem vorübergehend sei und dass die Ausländer in ihre Heimatländer zurückkehren würden. Die Bundesregierungen vertraten bis Ende der 90er Jahren die These, dass Deutschland kein Einwanderungsland sei. Ein Lichtblitz stellte in 1978 die Einrichtung des gegenwärtigen Amtes - Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Die Ausstattung des Amtes war in seiner Anfangsphase sehr schwach, aber trotzdem haben seine Amtsinhaber/innen Konzepte vorgelegt, die die Probleme hinsichtlich der Integration der Ausländer angesprochen haben. Die Rolle des Amtes hat im Laufe der Zeit immer mehr an Gewicht gewonnen. Es folgten auch ähnliche Einrichtungen auf Landesebene, weil die Integrationspolitik vor allem in den einzelnen Bundesländern und Kommunen realisiert wird. Zu einer Wende in der bisherigen Ausländerpolitik kam es Ende der 90er Jahren. Die Schrödersche Regierung hat zum erstenmal anerkannt, dass Deutchland ein Einwanderungsland sei. Die rot-grüne Regierung hat die Reform des Staatsangehörigkeitsrecht verabschiedet und damit wesentliche Neuerungen (u.a. Ergänzung des Abstammungsprinzips um das Geburtsortprinzip, Verkürzung der Aufenthaltszeiten für die Einbürgerung) eingeführt. Sie hat auch das Zuwanderungsgesetz geschaffen, das unter anderem die Integrationskurse enthält. Berlin kommt als Hauptstadt, als größter Stadt Deutschlands und als Einwanderungsstadt eine besondere Rolle zu. Die Stadt ist durch die Einwanderung stark geprägt. Mit dem Einwanderungsprozess sind hauptsächlich im westlichen Teil Berlins ethnischen „Kolonien“ entstanden, die zu großen sozialen Problemen (Segregation, Sprachdefizite, Arbeitslosigkeit) führen und damit ein Hinderniss für den Eingliederungprozess darstellen. Eine der Herausforderungungen Berlins in der nahen Zukunft stellt sich an die Bildung und Ausbildung jungen Migranten/innen, die für ihre Integration eine wesentliche Rolle spielen wird.
Dokumenty
Stáhnout Dokument Autor Typ Velikost
Stáhnout Text práce Bc. Klára Laudátová 892 kB
Stáhnout Abstrakt v českém jazyce Bc. Klára Laudátová 45 kB
Stáhnout Abstrakt anglicky Bc. Klára Laudátová 73 kB
Stáhnout Posudek vedoucího PhDr. Miroslav Kunštát, Ph.D. 4.71 MB
Stáhnout Posudek oponenta prof. PhDr. Jiří Pešek, CSc. 9.45 MB